UBTECH ist der weltgrößte Hersteller humanoider Roboter, ansässig in Shenzhen. Das Unternehmen fertigt Aktuatorik, Sensoren und KI-Modelle komplett selbst. Everlast AI war vor Ort in China. Der Besuch zeigt, wie 5.000 Walker-S2-Roboter bereits bei BYD und Volkswagen arbeiten.
UBTECH Walker S2: Batteriewechsel ohne Menschenhand
Der Walker S2 ist der industrielle Humanoide von UBTECH. In den Fabriken von BYD und im Volkswagen-Werk arbeitet er vollautonom. Besonders beeindruckt der eigenständige Akku-Tausch. Der Roboter trägt zwei Batterien am Rücken.
Geht ein Akku leer, wechselt der Roboter ihn selbst. Der zweite Akku bleibt im Körper und hält den Betrieb aufrecht. So läuft die Maschine ohne Pause und ohne menschlichen Eingriff. UBTECH lieferte 2026 rund 5.000 Walker-S2-Einheiten aus.
In der Logistik nutzt der Roboter spezielle Greifer statt filigraner Hände. Das erhöht die Zuverlässigkeit im Lager. Wer solche Prozesse plant, findet im Überblick zum AI Automations Manager passende Ansätze. Die Automatisierung schreitet in China spürbar schneller voran.
UBTECH in Zahlen: Börse, Patente und Full-Stack
UBTECH beschäftigt rund 2.550 Mitarbeiter in China. Der Marktwert liegt bei 5 bis 6 Milliarden US-Dollar. Als erstes Humanoiden-Unternehmen ging die Firma an die Hongkonger Börse. Damit lässt sich der Robotik-Trend sogar als Aktie abbilden.
Technologisch verfolgt UBTECH einen Full-Stack-Ansatz. Aktuatoren, Sensoren, Computer-Vision und die KI-Modelle stammen aus eigener Hand. Diese Tiefe sichert dem Konzern einen Vorsprung. Weltweit hält UBTECH über 2.790 Patente im Robotik-Bereich.
Für deutsche Zulieferer wird die Lage damit eng. Bei Hardware und Aktuatorik dominieren chinesische Anbieter. Chancen bleiben eher beim Thema Daten und Training. Genau dort können europäische Firmen noch Fuß fassen.
UBTECH U1: Hyperbionische Roboter gegen Einsamkeit
Der neue U1 ist der erste hyperbionische Humanoide von UBTECH. Von einem echten Menschen ist er kaum zu unterscheiden. UBTECH verkaufte bereits 13.000 Einheiten. Die erste Charge war sofort ausverkauft.
Der Preis reicht von 17.000 bis 146.000 US-Dollar. Käufer müssen mindestens 18 Jahre alt sein. UBTECH zielt auf einen wachsenden Markt: Einsamkeit. In China verschärft die frühere Ein-Kind-Politik das Ungleichgewicht der Geschlechter.
Auch im Westen wächst das Thema Einsamkeit. Der U1 soll als sozialer Begleiter dienen. Diese Entwicklung wirft neue ethische Fragen auf. Humanoide Roboter rücken damit näher an den Alltag heran.
Sprachsteuerung im Praxistest: Greif die Orange
Vor Ort testete Everlast AI die Sprachsteuerung direkt. Der Befehl lautete schlicht: greif die Orange. Der Roboter erkannte das Objekt und griff zu. Danach wanderte die Orange an eine andere Stelle.
Auch beim zweiten Versuch fand der Greifer die Frucht zuverlässig. Das Ergebnis basiert auf Training mit realen Daten. Es handelt sich nicht um ein Skript und nicht um CGI. Die Szene lief live und ohne Fernsteuerung.
Solche vortrainierten Fähigkeiten zeigen den aktuellen Stand. Humanoide Roboter reagieren heute auf natürliche Sprache. Das senkt die Hürde für den Einsatz in Betrieben deutlich.
Von der Grundschule bis zum Reinigungsroboter
UBTECH baut auch Lern-Roboter für Grundschulkinder. Ein achtjähriger Junge programmierte einen davon selbst. Der Spielzeug-Roboter erkennt Bewegungen per Computer-Vision und ahmt sie nach. In China gehört KI-Bildung damit früh zum Schulalltag.
Im Consumer-Bereich reicht das Sortiment vom Katzenklo bis zum Pool-Roboter. Auch Fütterungs-Automaten und Fell-Pflege für Haustiere zählen dazu. Praktischer wirken Reinigungs-Roboter für Gewerbe und Handwerk. Ein Immobilien-Betreiber zahlt monatlich 80.000 bis 100.000 Euro allein für Reinigung.
Genau solche Kosten lassen sich mit Robotik senken. Ein Inspektions-Roboter namens G1 prüft Umspannwerke und Hochrisiko-Anlagen. UBTECH deckt so die gesamte Bandbreite der Robotik ab. Vom Kinderzimmer bis zur Fabrikhalle liefert der Konzern passende Systeme.
Fazit: Was UBTECH für deutsche Unternehmen bedeutet
Der Besuch bei UBTECH zeigt Chinas Vorsprung in der Robotik deutlich. Humanoide Roboter arbeiten heute schon produktiv in Fabriken. Deutsche Firmen sollten die Lage nicht nur diskutieren. Ein Blick vor Ort schafft ein realistisches Bild.
Ein Einstiegs-Modell gibt es schon ab 500 US-Dollar zum Selbst-Trainieren. Für Unternehmen lohnt sich die Prüfung konkreter Use Cases. Everlast AI liefert über den Kanal Everlast Robotics weitere Einblicke. Wer den Anschluss halten will, beobachtet UBTECH und seine Wettbewerber genau.
Häufige Fragen
Was ist UBTECH?
UBTECH ist ein Robotik-Konzern aus Shenzhen und der weltgrößte Hersteller humanoider Roboter. Die Firma gründete sich 2012 und zeigte 2016 ihren ersten Humanoiden. UBTECH fertigt Aktuatoren, Sensoren, Computer-Vision und KI-Modelle selbst. Das Unternehmen hält über 2.790 Patente und notiert als erstes Humanoiden-Unternehmen an der Hongkonger Börse.
Wo arbeitet der Walker S2 von UBTECH?
Der Walker S2 arbeitet bereits in Fabriken von BYD und im Volkswagen-Werk. Dort erledigt er Logistik- und Lager-Aufgaben vollautonom. UBTECH lieferte 2026 rund 5.000 Einheiten aus. Der Roboter tauscht seine Akkus eigenständig und läuft dadurch ohne Pause.
Was kostet ein humanoider Roboter von UBTECH?
Ein einfacher, selbst trainierbarer Humanoide startet bei rund 500 US-Dollar. Der hyperbionische U1 kostet zwischen 17.000 und 146.000 US-Dollar. Der Preis richtet sich nach Ausstattung und Fähigkeiten. Käufer des U1 müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
Wie weit ist China bei humanoiden Robotern?
China setzt humanoide Roboter bereits produktiv in Fabriken und der Logistik ein. UBTECH allein lieferte 2026 rund 5.000 Walker-S2-Einheiten aus. Vom Grundschul-Lernroboter bis zum Inspektions-Roboter deckt das Land die gesamte Bandbreite ab. Deutschland hinkt bei Hardware und Aktuatorik hinterher.
































































